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Sporttherapeut


Allgemein


Der Studiengang Sportlehrer mit den Schwerpunkten Rehabilitation, Prävention und Therapie (Sporttherapeut) an der Martin-Luther-Universität in Halle/S. gliedert sich in ein viersemestriges Grund- und viersemestriges Hauptstudium. Nach dem Vordiplom bieten sich mehrere Möglichkeiten für die Wahl des Schwerpunktes im Hauptstudium:


- Sport für das Lehramt
- Diplom-Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt:
A1 - Prävention, Rehabilitation und Therapie
- Diplom-Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt:
A2 - Breiten- und Wettkampfsport
- Magister Artium (Haupt- u. Nebenfach)

Das Studium zum Sporttherapeuten kann neben Halle/S. auch an den Hochschulen von Berlin, Potsdam, Jena, München und Köln absolviert werden.


Zugangsvoraussetzungen


Zunächst ist die allgemeine Hochschulreife wie in allen anderen Studiengängen ein Muss für jeden Neueinsteiger. Der Studiengang Sportwissenschaft ist frei vom NC, dafür gibt es allerdings eine sportliche Eignungsprüfung als Zulassungsvoraussetzung. Außerdem muss ein ärztliches Attest von jedem Teilnehmer vorgelegt werden, welches die Sporttauglichkeit bestätigt. Die Eignungsprüfung findet einmal im Jahr statt (bevorzugt Juni/Juli) und erstreckt sich über zwei Tage. Geprüft werden sie sportlichen Fähigkeiten in fünf Disziplinen; eine Technikbeurteilung schließt sich an. Hier als Beispiel die Leistungsanforderungen im Schwimmen (detaillierte Informationen unter www.sport.uni-halle.de):


Mindestwerte für Zeitschwimmen 50m:
Brust oder 0:58 min.
1:02 min.
(M)
(F)
Brustkraul oder 0:55 min.
1:00 min.
(M)
(F)
Rücken 0:58 min.
1:05 min.
(M)
(F)

Inhalte


Im Grundstudium steht die praktische Ausführung der verschiedenen Sportarten im Vordergrund. In den Semesterpausen finden zusätzlich Surf-, Ski- und Radwanderkurse statt. Theoretische Grundlagen werden durch die Fächer Sportmotorik, Sportbiomechanik, Sportphilosophie, Sportmedizin, Sportsoziologie, Methodologie, Sportgeschichte, Sportpädagogik, Sportpsychologie und Trainingswissenschaften vermittelt.


Während des sich anschließenden Hauptstudiums konzentriert sich der Schwerpunkt AI stark auf Rehabilitation, Prävention und Therapie. Theoretische Grundlagen konkretisieren sich in diese Fachrichtung. Es werden zahlreiche Seminare angeboten, die einen guten Einblick in die spätere Arbeit als Sporttherapeut/in bieten und deren Inhalte sich adäquat in der Praxis anwenden lassen. Beispiele sind die Seminare "Sporttherapie bei Inneren Erkrankungen", "Sporttherapie in der Orthopädie" oder "Kleine Spiele in der Therapie". Besonders hervorzuheben ist die lehrorientierte Ausbildung in Form von Vorlesungen zur Sportpädagogik und die Leitung eigener Gruppen. Im Diplom wird neben theoretischem Wissen auch die Absolvierung einer Lehrprobe gefordert. Während der Dauer des Hauptstudiums müssen LPÜ´s (Lehrpraktische Übungen) und Projekte geleitet und Praktika durchgeführt werden. Halle bietet in diesem Bereich sehr vielfältige Möglichkeiten, z.B. die Leitung von Gruppen verschiedener Indikationen (Herz-, Wasser- oder Kindergruppen). Aufgrund der guten Verbindungen der Universität zu gesundheits- und sportbezogenen Institutionen wird ein dauernder Praxisbezug gewährleistet.


Insgesamt ist das Studium sehr stark gruppenorientiert und das Verhältnis zwischen den Studenten und Dozenten ist, bedingt durch die überschaubare Anzahl von Studenten eines Jahrganges, familiär.


Perspektiven


Der Abschluss zum Sporttherapeuten bietet die Möglichkeit, in stationären und ambulanten Rehabilitations- und Kurkliniken unterschiedlichster Indikationen zu arbeiten. Eine weitere Perspektive ist die Arbeit als Fitnesstrainer oder die betriebliche Gesundheitsförderung.


Das Internet bietet zahlreiche Links, unter denen alle Rehabilitationseinrichtungen Deutschlands verzeichnet sind. Diese können unter www.yellowmap.de oder www.rehabilitationsklinik.de erfragt werden. Des Weiteren geben die Bundesämter für Statistik und Datenverarbeitung in jedem Bundesland Verzeichnisse der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen heraus.